Oostenrijk-Centrum Antwerpen 

Österreich-Zentrum Antwerpen (OCTANT) auf Deutsch

PROGRAMM 
Das österreichische Studien- und Kulturzentrum OCTANT an der Universität Antwerpen (UA) hat die akademische Präsentation und Durchführung von Projekten zum Gegenstand, die sich mit dem heutigen oder mit dem historischen Österreich auseinandersetzen. Ziel ist nicht nationale Repräsentationskultur, sondern der wissenschaftliche und kulturelle Austausch zwischen Zentraleuropa und dem Nordwesten des Kontinents (Belgien, Niederlande, Frankreich, Luxemburg und Deutschland).

AUFGABENBEREICHE

  • Planung und Durchführung von kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten mit Österreich-Bezug bzw. Hilfestellung und Vernetzung bei entsprechenden Vorhaben anderer Institutionen (z.B. Magisterarbeiten, Dissertationen, Postdoc-Projekte);

  • Publikation der Forschungsergebnisse in Aufsatz- oder Buchform (so z.B. in den Germanistischen Mitteilungen  oder auf www.kakanien.ac.at);

  • Durchführung von ca. 4 Kulturveranstaltungen pro Jahr (kulturwissenschaftliche Symposien und Vorträge sowie Autorenlesungen, Filmvorführungen, Kunst- und Literaturausstellungen); 

  • Unterstützung anderer Institutionen bei der Organisation österreichspezifischer Kultur-Aktivitäten;

  • Herausgabe eines Newsletters über eigene und fremde Veranstaltungen (OCTANT-Rundbrief, erscheint 3-6mal im Jahr). Bestellung per E-mail;

  • Information der belgischen Presse und Öffentlichkeit über Österreich;

  • Didaktische Hilfestellung für Schulen (z.B. für Schüler-Projekte, Fortbildungsseminare für Deutsch-Lehrkräfte etc.)

  • Aufbau einer Österreich-Bibliothek als Teil der Universitätsbibliothek Antwerpen

FINANZIERUNG
Das Österreich-Zentrum OCTANT ist ein 'Joint Venture': Die Universität Antwerpen (UA) trägt die anfallenden Fixkosten für die Infrastruktur. Die laufenden Projekte werden mit österreichischen und belgischen Subventionen individuell finanziert.

GESCHICHTE
OCTANT wurde 1993/94 auf eine Antwerpener Initiative hin provisorisch eingerichtet - als Reaktion darauf, dass es in Brüssel kein offizielles österreichisches Kulturinstitut gab. 1998 war OCTANT-Gründer Dr. Clemens Ruthner regionaler Kurator der Kunstsektion des Wiener Bundeskanzleramts für Kulturveranstaltungen im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft. Nach mehreren Jahren erfolgreichen Probebetriebs bekam OCTANT 1999 vom Akademischen Senat der Universität Antwerpen den Status einer Rechtsperson ("Zentrum") zuerkannt. 2003 wurde dem OCTANT-Mitbegründer Prof. Dr. Roland Duhamel das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen. Seit 2007 steht das Zentrum unter der Leitung von Mag. Eva Steindorfer.

STANDORT
Das OCTANT-Büro ist zur Zeit am Germanistik-Institut des UA-Stadtcampus im historischen Zentrum von Antwerpen untergebracht, wo neben zeitgemäß adaptierten Hörsälen auch ein Ausstellungsraum für Veranstaltungen zur Verfügung steht. In Zukunft soll eine eigene Österreich-Abteilung an der neuen Humanities-Bibliothek der UA die Buchbestände allgemein zugänglich machen; wissenschaftlichen Nutzern stehen sie jetzt schon zur Verfügung.

PERSONAL
Geschäftsführung/ Organisation Veranstaltungen: Mag. Alex Haider (Germanistik /österreichischer Lektor an der Universität Antwerpen)

Wissenschaftlicher Beirat: die UA-Professoren Roland Duhamel und Vivian Liska (Germanistik), Joachim Leilich (Philosophie), Helma Houtman-De Smedt (Geschichte), Herman Van Pelt (Sozial- und Kommunikationswissenschaften), Prof. Clemens Ruthner (Germanist und Kulturwissenschaftltler, Trinity College Dublin)